Das Ortsgebiet von Siniscola (10.954 Einwohner) liegt im Zentrum der baronie, an der Südostküste Sardiniens.
Wie viele andere sardische Orte wird auch Siniscola durch ein interessantes Wechselspiel zwischen Gebirge und Meer charakterisiert. Der Monte Albo mit seinen Routen in rauer Natur steht im Gegensatz zu den langen Sandstränden Silita, S’ena und Sa Chiatta und dem Vorgebirge Capo Comino. Der Küstenstreifen ist 22 km lang und weist abwechselnd sandige und felsige Abschnitte sowie Feucht- und Lagunenzonen auf. Neben Nuraghen, Gigantengräbern und den Resten eines hochmittelalterlichen Dorfes gibt es auch Grotten, die speziell für Höhlenforscher besonders interessant sind.
Die Tonverarbeitung, auch nach den Mustern von Fundstücken aus unterschiedlichen Epochen, hat Alltagsgegenstände der Vergangenheit zu Kunstobjekten transformiert, die immer mehr geschätzt werden.
In Siniscola nutzt man viel Boden als Weidefläche genutzt, um eine gute Nahrungsbasis für die Viehzucht zu gewährleisten. Geht man nach der Anzahl der Tiere, Beschäftigten und der Produktion, so ist der Hauptwirtschaftszweig Siniscolas die Schafzucht, die sowohl den inländischen als auch ausländischen Markt versorgt. Im Gegensatz dazu wird die Schweinezucht im familiären Bereich betrieben. Seit den 80-er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat Siniscola auch dank des nahe gelegenen Flughafens Olbia eine florierende Tourismusindustrie entwickelt.